Nützliche Methoden

Im Laufe deines Erwachens und deiner Realisierung kann vorübergehend Altes an die Oberfläche gespült werden. Dabei handelt es sich meistens um Restkarma oder energetische Ladungen auf Zellebene, die dein Körpersystem verlassen und es freier und gereinigter zurücklassen können. Hier findest du einerseits Übungen wie du solche Reinigungsprozesse unterstützen und begleiten kannst und andererseits Übungen für Realisierung und Klarheit.

Ramaji schreibt in seinem Buch «1000»: «Wenn du den ganzen Kreislauf dieser Reise durch hast, dann macht es wieder Sinn als Mensch zu Menschen zu sprechen und ihnen zu sagen, was sie tun können, um sich selbst zu helfen.»


 

Egal in welchem Zustand du dich befindest, kannst du das „Bleiben mit dem was ist“ praktizieren. Es ist meiner Meinung nach einer der hilfreichsten und sinnvollsten Methoden.

Viele kennen die Arbeit mit dem inneren Kind und diese Methode ist ein guter Ausgangspunkt für das „Bleiben mit dem was ist“.

Innere-Kind-Methode: Du kannst sie immerzu anwenden, am ehesten jedoch wirst du das tun, wenn du mit schmerzhaften, schweren, anstrengenden Gefühlen konfrontiert bist, wie Schmerz, Verletztheit, Unsicherheit, Angst. Trauer, Wut, Hass usw ….

Schließe die Augen und fühle das jeweilige Gefühl in dir, bewege deine Aufmerksamkeit zu dem Körperbereich, wo du dieses Gefühl wahrnimmst, und Fühle – lass gleichzeitig die Gedanken los, sie sind für diese Übung nicht relevant. Gedanken loslassen, Gefühle fühlen. Dann frage dieses Gefühl „Wie alt bist du ? „ oder „ Wie alt war ich als ich dich das erste Mal erfahren habe „ oder eine ähnliche Frage und nimm die erste Antwort, die in deinem Inneren auftaucht. (Diese Frage muss nicht zwingend gestellt werden, du kannst auch ohne der Frage weitermachen). Dann stelle dir dein inneres Kind vor mit dem Alter, welches dir spontan und intuitiv eingefallen ist, nachdem du die Frage gestellt hast. Sieh dich selbst in diesem Alter, genau da, wo du dein Gefühl spürst. Siehe dich als Baby, Kind (oder Jugendliche) mit diesem Gefühl. Nun trittst du, so wie du jetzt bist, als Erwachsene, in dieses Bild zu dem inneren Kind hinzu und gehst zu dem inneren Kind (zu dir selbst als Kind), welches gerade in dem Gefühl ist (Wut, Trauer, Angst etc… ). Umarme dich (in der Visualisierung umarmst du als Erwachsene das innere Kind in dir), blicke das Kind liebvoll an, halte es, streichle es, gib dem Kind das Gefühl 100% erwünscht zu sein. Gib ihm dein Vertrauen, deine Geborgenheit, deine Liebe etc. Sag Sätze wie „Es ist ok, dass du traurig bist“ „Ich verstehe dich“ „ Oh ja das ist schmerzhaft“ „Ich bin für dich da“ „ Ich liebe dich“ zu dem inneren Kind. Gib ihm das Gefühl es darf sich 100%ig in dem Gefühl ausdrücken – es ist perfekt so wie es ist. Sag KEINESFALLS Sachen wie „Aber du musst ja nicht traurig sein“ oder „Es ist ja nichts passiert“ etc. Mach das einige Minuten lang, du kannst das Kind in der Zeit ansehen, halten, schaukeln, streicheln oder auch mit ihm spielen, spazieren gehen oder was dir sonst intuitiv einfällt. Es kann sein, dass du ebenfalls weinen musst, Schmerz erfährst, oder schreist – lass es zu und frei fließen. Beachte, dass – wenn es sich um das Gefühl Wut oder Hass handelt – das Kind vielleicht nicht möchte, dass du es hältst oder streichelst, sondern es besser ist, wenn du einen Abstand von mehreren Metern hältst und das Kind toben lässt und du ihm signalisierst, dass es perfekt ist so wie es ist, dass du es liebst, dass es ok ist so wütend oder so voller Hass zu sein. Sei kreativ, spielerisch und voll in der Akzeptanz und Liebe zu deinem inneren Kind, deinem inneren Gefühl.

Mach diese Übung so oft du kannst oder magst, damit sie dir geläufig ist und automatisiert wird. Du kannst sie 2, 3 Minuten machen oder 15, 20 Minuten …….


Ausgehend von der Inneren-Kind-Methode kannst du weitergehen zu der Übung „Bleiben-mit-dem-was-ist“ :

Es ist sehr ähnlich der Inneren-Kind-Methode, allerdings ohne das Hilfsmittel der Visualisierung. Es geht dabei einfach darum mit dem Gefühl, welches gerade in dir vorherrscht, zu bleiben – und das ohne zu bewerten. „Zu bleiben“ bedeutet deine Aufmerksamkeit ist auf das jeweilige Gefühl und/oder auf den Körperbereich, wo das Gefühl spürbar ist, in dir gerichtet. Du fühlst und spürst, was in deinem Körper vor sich geht – fühle die Gefühle (Schmerz, Angst, Trauer, Wutz etc…) oder auch die Körpersensationen in dir (z.B.. Körperliche Spannung, Anspannung, Stechen etc.) ohne zu analysieren oder zu bewerten. Lass deine Gedanken aus dem Spiel, schneide sie einfach ab, entscheide dich dafür den Gedankengeschichten keinen Glauben mehr zu schenken. Fühle einfach, was in dir passiert, und lass es zu, lass es frei fließen ohne Widerstand. Wenn du Widerstand spürst oder erfährst, dann bleibe mit der Aufmerksamkeit beim Widerstand und lass ihn zu. Egal welches Gefühl auftaucht und vorherrscht, lass es zu, lass es sich erfahren, auch wenn es das Gefühl von Langeweile oder „ich will nicht“ ist. Lass jedes Gefühl zu, indem du es wahrnimmst, fühlst und „damit bist“ ohne es ändern zu wollen. Diese Übung kannst du beliebig oft und lange machen. Beginne am besten es zu Hause, wenn du für dich bist zu üben. Wenn du geübt bist, kannst du es an jedem belieben Ort, jederzeit (auch nebenbei, beim Einkaufen gehen, beim Spazieren gehen etc) anwenden. Im Optimalfall wendest du diese Übung täglich für die nächsten Wochen an – bis sie zu einem deiner automatischen Abläufe gehört. Diese Übung führt dich zu einer 100%igen Annahme all dessen, was in dir auftaucht und fühlbar ist. Diese Übung kann eine enorme Erleichterung und Befreiung in deinem Leben darstellen.


DIE BUDDHA-MEDITATION

Wenn du haderst, identifiziert mit den Gedanken o. Emotionen bist . … oder einfach zur Vertiefung :

Meditiere und beobachte was auftaucht (Gedanken, Emotionen, Körper(sensationen) ) und wisse (kontempliere), sehe :

Alles was erscheint
1.  bin nicht Ich
2.  ist nicht Meins
3.  ist keine Aussage über Mich

Nisargadatta Maharaj erklärt: «Du beobachtest das Fühlen des Herzens, das Denken des Mind und die Aktivitäten des Körpers. Dieser Akt der Wahrnehmung zeigt, dass du nicht das bist, was du wahrnimmst.»

Außerdem: «Was wirklich dein Eigen ist, dem bist du dir nicht bewusst. Dem, was du dir bewusst bist, bist weder du noch ist es dein. Dein ist die Kraft der Wahrnehmung, nicht das, was du wahrnimmst. Es ist ein Fehler, das Bewusstsein für den ganzen Menschen zu halten. Der Mensch ist das Unbewusste, das Bewusstsein und das Überbewusstsein, aber du bist nicht der Mensch. Dein ist die Kinoleinwand, das Licht sowie die Sehkraft, aber das Bild bist nicht du.»

Dazu passend dieses Video :

https://youtu.be/phTKvTHzo2A


Den Gedanken keinen Glauben schenken

  1. Entscheide dich, deinen Gedanken ab sofort keinen Glauben mehr zu schenken. Es sind nicht deine, sie kommen und gehen. Beschäftige dich nicht weiter mit ihnen und sie werden sich von selbst verziehen!
  2. Das nächste Mal, wenn Gedanken auftauchen, schneide sie einfach ab, denke sie einfach nicht weiter. Ganz egal, wovon sie handeln oder wie schön oder hässlich sie zu sein scheinen. Wann immer welche auftauchen schneide sie ab.

Genieße dieses Verweilen in der Ruhe und dem Frieden deiner wahren Natur.


Selbstbefragung nach Ramana Maharshi

Die Selbstbefragung, – erforschung oder -ergründung (sankr. Atma Vichara) dürfte vielen ein Begriff sein. Dabei stellst du dir innerlich die kontemplative Frage: «Wer bin ich?» Die Frage braucht nicht verbal oder gedanklich beantwortet werden, sondern führt dich tiefer und tiefer in das Sehen deiner wahren Selbstnatur, so wie sie ist. Du kannst dabei in das Zentrum des Ichs vordringen, herausfinden, was dieses Ich ist, und in die Bodenlosigkeit deines inneren Raumes vordringen.

Du kannst diese Methode jederzeit und entweder mit Augen geöffnet oder geschlossen anwenden, und besonders dann, wenn im Moment «störende» Gedanken aufkommen. Frage dich dann einfach innerlich: Wem erscheinen diese Gedanken, wer ist sich diese Gedanken bewusst, oder: in was tauchen diese Gedanken auf. Erwarte keine Antwort, sondern lass dich von dieser offenen Fragestellung in ein tieferes Gewahrsein deiner selbst führen.

Einen Schritt weiter ist, den «Denker» oder «Ich-Gedanken» aufzuspüren. Finde dabei mit der Frage nach wem oder was heraus, wo sich der vermeintliche Denker in dir befindet. Werde dir des Ich-Gedankens bewusst und gehe ihm auf den Grund. Sieh, was im Zentrum, an der Wurzel des Ich-Gedanken ist. Bleib in diesem diesem gedankenleeren «Raum», dem Frieden und der Stille deines wahren Wesens.

Weitere, vertiefende Anleitungen und Ausführungen zu dieser Methode findest du u.a. in diesem Text von Ramana Maharshi: WER BIN ICH?


Verweile im  „ICH BIN“

 


 

 

Ein Mantra um Karma zu reinigen – gechantet von Dr. Pillai

Einfach nur anhören und visualisieren … oder noch besser – mitchanten (mitdenken) !

Thiru Neela Kantam



Wenn dein Herz schmerzt, du Angst fühlst oder dein Herz blockiert erscheint kannst du folgende Herzübung durchführen:

Praktiziere das Einatmen im Rücken zwischen deinen Schulterblättern.

Atme Licht und Liebe von hinten über dein Herzchakra ein, fülle es damit auf, und dann lass es zu Anderen und der Welt fließen.

Beim Einatmen, fülle dich auf und fülle dich auf und fühle dich voll mit Liebe auf.

Die Liebe, die von hinten das Herzchakra durchströmt und den Herzbereich voll auffüllt, ist FREI und UNENDLICH.

Also nimm soviel du kannst, fülle dich voll – und dann atme es aus oder lass es während dem Ausatmen hinausfließen nach vorne aus dem Herzchakra, in die Welt hinein.

Mache dies einige Minuten lang, Licht und Liebe von hinten einatmen und Licht und Liebe in die Welt ausatmen.