Lustiges

Lustiges

 

 


Erleuchtetes Rezept für Zwei
(geht also auch für Dualseelen, Zwillingsflammen, Seelenpartner, Doppeldeppen, Schwuletten, Lesben-Wespen und Transgender-12-Ender)

Du brauchst 400g Hähnchenbrust von garantiert toten Hähnchen (geht mit lebenden auch und kann für die ganze Familie zum Jagdspaß werden, aber nur dann, wenn das Hähnchen mit von Freya geweihten Pfeilen erlegt wurde, weil Hähnchen für gewöhnlich ihre Brüste nicht freiwillig hergeben), eine gelbe Paprika in der Farbe der Kin-Maya-Sonne (sie darf nicht zu dunkel sein, wegen der negativen Schwingungen in dunklen Farben), vom Dalai Lama angelächeltes Paprikapulver, einen Teelöffel voll Kapern von garantiert aufgestiegenen Kapernsträuchern, 350 Gramm Fusilli (die aus Eiern von karmisch unglücklichen Hühnern schmecken am besten), einen Becher (250 g) Sauerrahm von phlegmatischen Hindu-Kühen aus dem Himalaya, ein gehöriges Stück Butter, auf die ein von Buddha gepopptes Einhorn einen rosa Furz gelassen hat, eine Bratpfanne, geschmiedet aus Meteorgestein von den Plejaden.
Den Paprika unter dem Singen von „Om Mani Padme Hum“ so klein als möglich häckseln. Das tote Hähnchen in feine Würfel schneiden (keine Angst – es ist schon tot und in die 5. Dimension aufgestiegen, also tut ihm das nicht mehr weh), den Sauerrahm mit dem Paprika, den Kapern und dem Paprikapulver rechtsdrehend mischen, in der Zwischenzeit das tote Hähnchen in der Butter anschwitzen, sobald es bräunt und kein Mantra mehr von sich gibt, mit dem Sauerrahm-Paprika-Gemisch in der Pfanne vermengen und zeitlos ca 15 Minuten köcheln lassen (Zeit gibt es ja nicht, daher spielt es keine Rolle, ob du länger als 15 Minuten warten willst – auch nach 4 esoterischen Stunden kann man mit der Kohle in der Pfanne noch etwas anstellen, auch wenn Kohle gar nicht wichtig ist). Die Fusilli wie ganz gewöhnliche Nudeln in Weihwasser aus dem Vatikan kochen, bis sie bissfest sind.
Das ganze auf weißen Tellern servieren (niemals schwarze Teller, sonst kriegst du schlechtes Karma in Form von inkarnationsüberdauernder Verstopfung!!!) und mit dem Alkohol deines Vertrauens in dich reinwürgen.
Danach ungefähr 6 Stunden verdauen und schließlich rauskacken – du wirst feststellen, dass sich das, was du in der Klomuschel findest, weder optisch noch olfaktorisch von dem unterscheidet, was man bei McKotzi gegessen hat. Es wird sich auch kein Unterschied zu dem auftun, was ein Veganer, der nur Nüsse und garantiert tote, in der bösen Dunkelheit der Erde gewachsene Karotten von garantiert mit Tiermehl überdüngten Äckern, überlegen und bessermenschisch verzehrte.
Nach dem Essen bist du wahrscheinlich immer noch nicht erleuchtet – spätestens aber nach dem Scheißen sollte dir ein Licht aufgegangen sein: Ernährung führt immer nur zu Kacke und die passiert, ob du willst oder nicht. Du musst daraus keine Religion machen.
Mahlzeit!

– der Andersmensch © 2017